Schmerz & Gesellschaft: Ein interdisziplinÀres Dialogformat der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
FĂŒr mehrere Millionen Menschen ist âSchmerz" oftmals ein leidvolles Sinnes- und GefĂŒhlserlebnis. Doch auch gesellschaftliche Fragen bestehen. Die Dialogreihe Schmerz & Gesellschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. widmet sich der interdisziplinĂ€ren Betrachtung des PhĂ€nomens Schmerz in seinen vielfĂ€ltigen gesellschaftlichen BezĂŒgen und Auswirkungen.
Ansatz und Zielsetzung
Als gröĂte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa mit rund 3.700 Mitgliedern und als interdisziplinĂ€re Schmerzdachgesellschaft von 19 weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften initiierte die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. diese Dialogreihe, um den wissenschaftlichen Diskurs ĂŒber Schmerz zu erweitern und den gesellschaftlichen Dimensionen systematisch Raum zu geben. Die verschiedensten Facetten von Schmerz werden in dialogorientierten Online-Foren interdisziplinĂ€r beleuchtet. Perspektiven, Auswirkungen und ZusammenhĂ€nge mit gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Geschichte, Sprache, Kunst, Wirtschaft, Religion, Politik und Philosophie stehen im Zentrum des Dialogs.
InterdisziplinÀrer Dialog- und Diskussionsrahmen
Medizinische Perspektiven: Die klinische Schmerzforschung und -behandlung bildet das Fundament, wird jedoch um gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse erweitert. Dabei werden sowohl die biopsychosozialen Modelle als auch existentiell-spirituelle Dimensionen des Schmerzes berĂŒcksichtigt.
Sozialwissenschaftliche AnsÀtze: Soziologische, anthropologische und psychologische ForschungsansÀtze beleuchten, wie Schmerz gesellschaftlich konstruiert, verhandelt und erfahren wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sozialen Determinanten von Schmerz und den Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen.
Geisteswissenschaftliche ZugĂ€nge: Philosophische, literaturwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Perspektiven erforschen die Bedeutung von Schmerz in menschlichen Narrativen, kĂŒnstlerischen Ausdrucksformen und existenziellen Fragestellungen.
Kulturwissenschaftliche Betrachtungen: Die kulturelle PrÀgung von Schmerzwahrnehmung, -ausdruck und -bewÀltigung wird in historischen und zeitgenössischen Kontexten untersucht.
Zielgruppe
Die Dialogreihe richtet sich an sowohl Fachleute aus Medizin, Sozial- und Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften sowie an Akteure des Gesundheitswesens und verwandter gesellschaftlicher Bereiche. Auch die allgemeine interessierte Ăffentlichkeit ist herzlich willkommen, Patient:innen und deren Angehörige mit Ihrer Perspektive selbstverstĂ€ndlich ebenfalls. Ziel ist es, einen qualifizierten und inspirierenden Diskurs zu etablieren, der ĂŒber disziplinĂ€re Grenzen hinweg neue Erkenntnisse bzw. Einsichten generiert. Impulse fĂŒr innovative AnsĂ€tze in der Schmerzforschung und -versorgung reflektiert sowie generell, die individuelle, gerne auch die intellektuelle oder alltĂ€gliche Auseinandersetzung mit den vielseitigen Facetten des Themas âSchmerzâ öffentlich oder persönlich fördert.
Weitere Termine
Fortsetzung der Webtalk-Reihe
Die Dialogreihe Schmerz & Gesellschaft wird kontinuierlich fortgesetzt, um den interdisziplinĂ€ren wissenschaftlichen Austausch zu vertiefen. ZukĂŒnftige Sitzungen werden weitere Dimensionen des Schmerzes eröstern.
Geplante thematische Schwerpunkte:
am 22. September 2026 um 17:30 im Zoom.
Kontakt Formular
FĂŒr Anfragen zu vergangenen Sitzungen, VorschlĂ€ge fĂŒr zukĂŒnftige Themen oder Interesse an einer Mitwirkung als Referent stehen wir gerne zur VerfĂŒgung.